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Springerpool in der Pflege: Das Konzept und seine Vorteile

Hohe Krankenstände, Engpässe und Überbelastung: In vielen Pflegeberufen fehlt es an Fachkräften. Ein Springerpool in der Pflege kann dabei helfen, kurzfristige Personalausfälle aufzufangen und Dienste schneller zu besetzen. Was genau unter Springerpools zu verstehen ist und wie das Konzept funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Pflegekraft bei der Personalplanung

Definition Springerpool

Ein Springerpool ist eine Gruppe von Pflegekräften, die nicht wie das fest eingeplante Personal einer Station zugeordnet sind, sondern flexibel und bedarfsgerecht den Bereichen eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung zugeteilt werden – je nachdem, wo gerade Unterstützung benötigt wird. Dadurch können Personalengpässe durch kurzfristige Ausfälle oder Urlaubszeiten effektiv ausgeglichen und der Pflegealltag zuverlässiger organisiert werden.

Warum Springerpools in der Pflege an Bedeutung gewinnen

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist allgemein bekannt. Zudem führen hohe Krankenstände häufig zu nicht planbaren Ausfällen. Die kurzfristige Besetzung offener Dienste wird zunehmend schwieriger, während die Belastung der Pflegeteams steigt. Daher gewinnen stabile Dienstpläne und planbare Arbeitsbedingungen immer mehr an Bedeutung.

Wie das Konzept Springerpool in der Pflege funktioniert

Springerpools kommen in verschiedenen Pflegebereichen zum Einsatz. Oft unterstützen Springer die unterschiedlichen Stationen eines Krankenhauses oder gleichen Engpässe in Langzeitpflegeeinrichtungen wie Altenheimen aus. Damit der flexible Einsatz von Springern funktioniert, braucht es eine effektive Personaleinsatzplanung, die Ausfälle frühzeitig sichtbar macht. Nicht jeder Springer ist für alle Aufgaben geeignet. Deshalb ist zusätzlich eine transparente Qualifikationsübersicht wichtig, die aufzeigt, für welche Tätigkeiten die jeweiligen Springer Fachwissen mitbringen und wo sie unterstützen können. Es gilt klare Regeln und Prozesse zu schaffen, die transparent festlegen, wann Springer eingesetzt werden und wer über ihren Einsatz entscheidet.

Vorteile eines Springerpools

Springerpools können Pflegeeinrichtungen in vielen Bereichen entlasten. Die wichtigsten Vorteile für Mitarbeiter, Planungsteams und Patienten im Überblick:

  • Hohe Dienstplanstabilität: Durch Springerpools ist der Personaleinsatz besser planbar. Kurzfristige Ausfälle werden schnell durch qualifizierte Spinger ausgeglichen, sodass Pflegekräfte seltener an eigentlich freien Tagen zusätzliche Schichten übernehmen müssen.
  • Entlastung von Planungsteams: Verfügbare Springerkräfte können bei kurzfristigen Ausfällen gezielt eingesetzt werden. Das beschleunigt die Besetzung offener Dienste und reduziert den Koordinationsaufwand in der Personaleinsatzplanung.
  • Erhöhte Versorgungssicherheit: Steht ausreichend Personal zur Verfügung, ermöglicht das eine kontinuierliche Versorgung der Patienten. Durch den Einsatz von Springern erhalten Pflegebedürftige die benötigte Unterstützung. Das kann sowohl die Zufriedenheit der Patienten als auch die Qualität der Versorgung erhöhen.
  • Höhere MitarbeiterzufriedenheitVerlässliche Einsatzpläne reduzieren kurzfristige Dienstplanänderungen und außerplanmäßige Zusatzschichten. Mehr Planungssicherheit erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und fördert die Zufriedenheit der Mitarbeiter.
Eine Infografik, die die Vorteile eines Springerpools in der Pflege abbildet.

Der Einsatz von Springerpools bietet Pflegeeinrichtungen einen großen Mehrwert. © GFOS Group

Herausforderungen von Springerpools

Das Konzept Springerpool bringt nicht nur Vorteile mit sich, es müssen auch Herausforderungen berücksichtigt werden:

  • Planung und Koordination: Der Einsatz von Springern muss nach Bedarf und passend zu ihren Qualifikationen geplant werden. Die stetig wechselnden Einsatzorte der Springerkräfte sowie kurzfristige Änderungen erschweren die Koordination zusätzlich. Eine transparente Kommunikation über die Verfügbarkeiten der Springer ist wichtig.
  • Wirtschaftlichkeit und Kosten: Der Aufbau eines Springerpools ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen, sollten Größe und Zusammensetzung des Pools regelmäßig überprüft und am tatsächlichen Bedarf der Einrichtung ausgerichtet werden.
  • Dauerhafte Engpasskompensation: Ein Springerpool soll kurzfristige Ausfälle auffangen und zusätzliche Flexibilität schaffen. Werden Springer dauerhaft zur Besetzung personeller Lücken genutzt, besteht die Gefahr, dass langfristige Personalengpässe nicht nachhaltig gelöst werden und notwendige Maßnahmen zur Personalgewinnung in den Hintergrund rücken.

Springerpool und strategisches Ausfallmanagement im Vergleich

Ein strategisches Ausfallmanagement umfasst verschiedene Maßnahmen, um kurzfristige Ausfälle auszugleichen und die Versorgung innerhalb einer Pflegeeinrichtung sicherzustellen. Springerpools sind – neben Vertretungskonzepten oder flexiblen Arbeitszeitmodellen – als Baustein eines umfassenden Ausfallmanagements zu betrachten. Um Risiken langfristig zu minimieren, sollten Einrichtungen mehrere Maßnahmen kombinieren, um ein tragfähiges System zu schaffen.

Im Gegensatz zur strategischen Personalplanung liegt der Fokus des Ausfallmanagements auf dem Umgang mit unvorhersehbaren Ausfällen und personellen Engpässen. Die strategische Personalplanung verfolgt einen langfristigen Ansatz und berücksichtigt insbesondere zukünftige Faktoren wie Personalbedarfe, Qualifikationen oder organisatorische Veränderungen.

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