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Planung mit Schichtplan-Vorlage: Geht das auch einfacher?

Viele Unternehmen verschiedener Branchen sind auf Schichtarbeit angewiesen. Hier ist es wichtig, dass zu jeder Zeit geschultes Personal vor Ort ist. Gerade Logistik- und Produktionsbetriebe arbeiten noch immer mit handschriftlichen Schichtplänen. Doch Schichtplanung geht auch zeitgemäß – und deutlich einfacher.

Zwei Mitarbeiter bei der Planung in einem Logistikunternehmen; © iStock 1690431004 Sean Anthony Eddy

Schichtplan-Vorlage: ein guter Einstieg

Mit einer Schichtplan-Excel-Vorlage lassen sich bereits wesentliche Punkte der Schicht- und Dienstplanung berücksichtigen. Alle rudimentären Anforderungen sind damit abgedeckt, sodass organisatorischer und planerischer Aufwand im Arbeitsalltag verringert wird.

Anhand der übersichtlichen und gegliederten Visualisierung der einzelnen Mitarbeiter und Schichten kann jeder Nutzer auf einen Blick erkennen, wann er wo eingeteilt ist. Damit ist die Einführung einer Schichtplan-Vorlage auch ein guter Anfang, um die Prozesse rund um den Schichtdienst in kurzer Zeit zu standardisieren.

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Diese Informationen sollte eine Schichtplan-Vorlage enthalten

Unabhängig vom Unternehmen, in dem die Schichtplan-Vorlage genutzt wird, sollte diese die folgenden Informationen enthalten:

  • Personal
  • Qualifikation
  • Arbeitsbereich
  • Zeitmodell
  • Bedarf

All diese Informationen können in einer tabellarischen Vorlage allerdings nicht besonders übersichtlich abgebildet werden.

Wie ist eine praxistaugliche Schichtplan-Vorlage aufgebaut?

Eine praxistaugliche Schichtplan-Vorlage sollte zunächst eine klare Grundstruktur aufweisen, die eine Kalenderansicht auf Wochen- und Monatsebene mit einer übersichtlichen Personalliste kombiniert. Einheitlich definierte Schichtarten, Angaben zu den Qualifikationen der Mitarbeiter sowie Kommentarfelder sorgen dafür, dass die Planung, aber auch Anpassungen und Besonderheiten festgehalten werden können.

Zwingend erforderlich sind eindeutige Pflichtangaben wie Name des Mitarbeiters, seine Zuordnung zu Teams und/oder Abteilungen, Zone, Schichtart, Einsatzort und Qualifikation, um den Personaleinsatz eindeutig und nachvollziehbar darzustellen.

Um auf schwankende Auslastungen reagieren zu können, sollte der Schichtplan außerdem Transparenz für saisonale Auftragsspitzen schaffen. Farbliche Markierungen von Wochen mit erhöhtem Arbeitsaufkommen sowie Extrafelder für Zusatzschichten und zusätzliches Personal helfen dabei, Mehrbedarfe frühzeitig zu erkennen und gezielt einzuplanen.

Nicht zuletzt ist die Versionssicherheit entscheidend für den reibungslosen Einsatz im Alltag. Klare Benennungskonventionen und eine zentrale Ablage je Standort stellen sicher, dass alle Beteiligten mit der aktuell gültigen Version des Schichtplans arbeiten.

Schichtplanung in Logistik und Produktion

Die Schichtplanung in Logistik und Produktion gehört zu den komplexesten Planungsaufgaben in Industrieunternehmen: Einerseits soll mit ihrer Hilfe die Kontinuität der operativen Abläufe gesichert werden (unter anderem durch eine vorausschauende Kapazitätsplanung), andererseits müssen über die Schichtplanung gesetzliche und tarifliche Vorgaben eingehalten werden. Gleichzeitig sollte sie flexibel genug sein, um auf Schwankungen, Störungen und kurzfristige Änderungen reagieren zu können.

Besondere Anforderungen in der Logistik

In der Logistik ist Schichtplanung stark durch Parallelarbeit und Zeitabhängigkeiten geprägt. Wareneingang, Kommissionierung, Verpackung und Versand laufen häufig gleichzeitig ab, sind aber unterschiedlich stark ausgelastet: Während im Wareneingang zu bestimmten Zeiten ein hohes Volumen ankommt, erreicht die Kommissionierung ihre Spitzen oft zeitversetzt, und der Versand ist wiederum an Abholzeiten von Speditionen und Paketdiensten gebunden.

  • Unterschiedliche Startzeiten und Schichtlängen: Frühstarts im Wareneingang, verlängerte Spätschichten im Versand oder verkürzte Teilzeitschichten in der Kommissionierung sind keine Ausnahme.
  • Pausen- und Ruhezeitregelungen: Diese müssen je nach Schichtmodell, Tarifvertrag und nationalem Arbeitsrecht exakt eingehalten werden, da parallele Prozesse sonst ins Stocken geraten.
  • Abhängigkeit von Fracht- und Cut-off-Zeiten: Schichtpläne müssen sicherstellen, dass Personal dann verfügbar ist, wenn LKWs ankommen, Container entladen werden oder Versandfenster eingehalten werden müssen.
  • Zonen- und Prozessorientierung: Große Lager sind in Zonen unterteilt, die parallel arbeiten, aber unterschiedliche Qualifikationen und Personalstärken benötigen.

Besondere Anforderungen in der Produktion

In der Produktion steht die Taktzeit im Mittelpunkt der Schichtplanung. Sie bestimmt direkt den Personalbedarf: Kürzere Takte erfordern mehr Mitarbeiter pro Schicht, längere Takte erlauben schlankere Besetzungen, erhöhen aber häufig die Abhängigkeit von einzelnen Qualifikationen.

Zentrale Herausforderungen sind:

  • Taktzeit- und Linienabstimmung: Schichtpläne müssen sicherstellen, dass jede Station einer Linie dauerhaft besetzt ist, um Unterbrechungen im Materialfluss zu vermeiden.
  • Maschinenbelegung versus Qualifikation: Nicht jede Fachkraft darf jede Maschine bedienen. Schichtpläne müssen Qualifikationsmatrizen berücksichtigen und Redundanzen einplanen.
  • Umgang mit ungeplanten Stillständen: Maschinenstörungen, Qualitätsprobleme und Materialengpässe erfordern kurzfristige Umplanungen, Versetzungen oder das Vorhalten von Springerpersonal.
  • Synchronisation mehrerer Produktionsbereiche: Vor- und Nachprozesse müssen zeitlich aufeinander abgestimmt sein, um Zwischenlagerungen und Wartezeiten zu minimieren.

Anforderungen größerer Industrieunternehmen an Schichtpläne

Größere Industrieunternehmen benötigen Schichtpläne, die eine hohe strukturelle Tiefe und gleichzeitig große Flexibilität aufweisen. Da unterschiedliche Maschinen, Arbeitsstationen und Taktzeiten parallel betrieben werden, muss ein Schichtplan mehrere Dimensionen abbilden können: Zeit, Einsatzort, Maschine, Qualifikation und Teamzugehörigkeit. Er dient nicht nur der Personaleinsatzplanung, sondern auch als Steuerungsinstrument für Produktionssicherheit und Effizienz.

Transparenz ist dabei zentral: Es soll jederzeit ersichtlich sein, welche Station mit welcher Kompetenz besetzt ist und wo potenzielle Engpässe entstehen können. Gleichzeitig müssen Schichtpläne einerseits skalierbar sein, um mehrere Linien, Abteilungen oder Werke abzubilden, und andererseits robust genug, um auf kurzfristige Änderungen wie Maschinenausfälle, Auftragsspitzen oder Krankmeldungen reagieren zu können, ohne den gesamten Plan neu aufsetzen zu müssen.

Inhalte eines Schichtplans bei paralleler Lagerarbeit

In Lagerumgebungen mit paralleler Arbeit in mehreren Zonen reicht es nicht aus, im Schichtplan lediglich Arbeitszeiten und Mitarbeiter zu erfassen. Vielmehr muss klar definiert sein, welches Team in welcher Zone oder an welchem Prozess eingesetzt ist, da Wareneingang, Kommissionierung, Nachschub und Versand unterschiedliche Anforderungen und Belastungsspitzen aufweisen.

Zusätzlich sind Qualifikationen und Berechtigungen, etwa für Flurförderzeuge oder Gefahrgut, Bestandteil der Planung, um einen sicheren und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Pausen müssen nicht nur arbeitsrechtlich korrekt, sondern auch zeitlich gestaffelt geplant werden, damit keine Zone unterbesetzt ist. Darüber hinaus sollte der Schichtplan relevante Schnittstellenzeiten berücksichtigen, etwa zu Anlieferungen, Abholfenstern oder nachgelagerten Prozessen, da diese direkten Einfluss auf die notwendige Personalverfügbarkeit haben.

Einbindung von Fremdpersonal und Zeitarbeitskräften

Die Einbindung von Fremdpersonal und Zeitarbeitskräften stellt besondere Anforderungen an die Schichtplanung im Logistikumfeld. Der Schichtplan muss externe Mitarbeiter eindeutig kennzeichnen und deren Einsatz zeitlich sowie organisatorisch klar abgrenzen.

Da Zeitarbeitskräfte häufig nur für bestimmte Tätigkeiten oder Zonen qualifiziert sind, ist eine präzise Zuordnung zu Einsatzbereichen notwendig, um Produktivität und Sicherheit sicherzustellen.

Zudem sollten Einweisungs- und Einarbeitungszeiten explizit im Schichtplan berücksichtigt werden, da sie unmittelbar die verfügbare Nettoarbeitszeit beeinflussen. Für größere Unternehmen ist es außerdem wichtig, externe Kräfte so zu integrieren, dass Kosten, Leistung und Anwesenheit nachvollziehbar sind. 

Eine klare Team- und Ansprechpartnerzuordnung unterstützt dabei, Fremdpersonal schnell in bestehende Abläufe einzubinden und Reibungsverluste im Tagesgeschäft zu minimieren.

Grenzen einer Schichtplan-Excel-Vorlage

Eine Schichtplan-Vorlage in Excel kann für einfache Einsatzszenarien ein hilfreiches Werkzeug sein, stößt jedoch schnell an ihre Grenzen, sobald Prozesse komplexer oder dynamischer werden.

  • Kein Live-Abgleich von Qualifikationen, Abwesenheiten oder Krankmeldungen: Excel bietet keine automatische Verknüpfung zu Qualifikationsmatrizen, Abwesenheitsdaten oder kurzfristigen Krankmeldungen. Änderungen müssen manuell nachgepflegt werden, was zeitaufwendig ist und die Fehleranfälligkeit erhöht.
  • Keine automatische Bedarfsplanung aus Auftragslast oder Forecast: Der tatsächliche Personalbedarf lässt sich in Excel nicht dynamisch aus Auftragsvolumen, Produktionsplänen oder Prognosen ableiten. Anpassungen erfolgen reaktiv und basieren häufig auf Erfahrungswerten statt auf aktuellen Daten.
  • Fehlende Synchronisierung: Schichtpläne in Excel sind meist isolierte Dateien ohne Echtzeit-Synchronisierung mit anderen Systemen oder Nutzern. Mehrere parallele Änderungen führen schnell zu Versionskonflikten und inkonsistenten Planständen.
  • Erhöhtes Risiko für Unterdeckung, Fehlplanungen oder Überstunden: Durch fehlende Automatik und eingeschränkte Transparenz steigt das Risiko, Schichten falsch oder unvollständig zu besetzen. Dies kann zu ungeplanten Überstunden, kurzfristigem Personalmangel oder Leistungseinbußen im Betrieb führen.

Für eine lückenlose Zeiterfassung im Schichtdienst wäre zusätzlich ein weiteres Medium nötig. Hier müssten Mitarbeiter die Zeiten in einer separaten Tabelle pflegen.

Ein digitaler Schichtplan besteht aus vielen Komponenten, wie z.B. Bedarf, Personal und Qualifikation

Eine digitale Schichtplanung lässt sich mit der passenden Anforderungsbeschreibung leicht umsetzen und bringt langfristig wesentliche Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit sich; Bild © GFOS Group

Workforce Management Software als Enabler für digitale Schichtplanung

Ob im Handel, im Gesundheitswesen oder in der Industrie: Eine verlässliche Schichtplanung ist die Grundlage für funktionierende Abläufe. Die manuelle Tabellenpflege  stößt dabei jedoch schnell an Grenzen. Moderne Workforce-Management-Software setzt genau hier an und ermöglicht eine digitale, datenbasierte Schichtplanung, die den Planungsaufwand deutlich reduziert und gleichzeitig die Qualität der Pläne erhöht.

Statt Schichten manuell zu erstellen, können diese automatisch aus Bedarfsprognosen, Maschinenbelegungen oder logistischen Prozessdaten generiert werden. Der tatsächliche Personalbedarf wird damit aus Auftragslagen, Forecasts oder Produktionsplänen abgeleitet und laufend aktualisiert. Gleichzeitig stellt ein integrierter Qualifikations- und Compliance-Abgleich sicher, dass nur diejenigen Mitarbeiter eingeplant werden, die über die erforderlichen Berechtigungen, Schulungen und arbeitszeitrechtlichen Voraussetzungen verfügen.

Ein weiterer zentraler Vorteil ist die Echtzeit-Transparenz: Abwesenheiten, Krankmeldungen und Verfügbarkeiten werden live im System abgebildet und fließen direkt in die Planung ein. So können Planer schneller reagieren und Unterdeckungen vermeiden. Für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder Werken lassen sich zudem mehrere Standorte in einem System abbilden, inklusive zentralem Reporting, Vergleichbarkeit von Kennzahlen und standortübergreifender Steuerung.

Ergänzt wird die digitale Schichtplanung durch mobile Apps und Employee-Self-Services. Mitarbeiter können Verfügbarkeiten hinterlegen, Schichten tauschen oder offene Dienste anfragen – ohne zusätzlichen Abstimmungsaufwand für die Planung. Möglich ist auch die Zeiterfassung in Software as a Service (SaaS) – einfach skalierbar und nahtlos in bestehende Systeme integriert.

Ihr Schichtplan wird mit GFOS digital

Die modulare Software von GFOS ist speziell auf die Anforderungen von Branchen mit Schichtarbeit ausgelegt. Unsere Workforce-Management-Software schafft die Grundlage für eine schnellere, transparentere und deutlich effizientere Schichtplanung als jede klassische Schichtplan-Vorlage.

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