Was ist Workforce-Management-Reporting?
Ein Workforce-Management-Reporting bezeichnet den Prozess der Berichterstellung innerhalb der HR-Abteilung eines Unternehmens. Die Auswertungen liefern einen Überblick über die Leistungen, Einsatzplanung und auch Produktivität der Mitarbeiter. Die Analyse dieser HR-Daten hilft Führungskräften bei der Entscheidungsfindung, sodass das Personal optimal sowie effizient eingesetzt wird.
Herausforderungen beim Workforce-Management-Reporting
Ein Workforce-Management-Report stellt die HR-Abteilung vor diverse Herausforderungen. Die zentralen Aspekte auf einen Blick:
Manuelle Datenkonsolidierung
Die manuelle Konsolidierung von Daten nimmt viel Zeit in Anspruch. Werden Stundenzettel, Urlaubsanträge und Schichtpläne händisch in Excel-Tabellen zusammengefügt ist das HR-Team oft mehrere Tage beschäftigt sodass andere Aufgaben hintenangestellt werden müssen.
Informationsverzögerung
Informationsverzögerungen können schnell zur Herausforderung werden. Häufig liegen Berichte erst am Monatsende vor. Wenn darin beispielsweise akute Überstundenanhäufungen verzeichnet sind, bleibt keine Zeit mehr operative Gegenmaßnahmen einzuleiten, um das Problem aktiv anzugehen.
Datensilos
Wenn Prozesse wie die Zeiterfassung, Personaleinsatzplanung oder die Lohnabrechnung im ERP-System ohne Berührungspunkte nebeneinander ablaufen erschwert dies die Kommunikation zwischen den Abteilungen. Die dadurch fehlende Transparenz beeinträchtigt die Entscheidungsfindung im Unternehmen.
Operatives vs. Strategisches Workforce-Management-Reporting
Grundsätzlich wird zwischen operativem und strategischem Workforce-Management-Reporting unterschieden:
Operatives Workforce-Management-Reporting
Ein operatives Reporting fokussiert sich auf den aktuellen Tag oder auf die laufende Woche. Das bedeutet die HR-Kennzahlen werden aus einem Soll-ist-Abgleich von den Arbeitszeiten der Mitarbeiter gezogen. Zudem werden kurzfristige Ausfälle sowie die Besetzungsgrade von Schichten in den Blick genommen.
Strategisches Workforce-Management-Reporting
Für einen strategischen HR-Report wird eine Management-Perspektive mit langfristigen Trends und Entwicklungen eingenommen. Kennzahlen liefern unter anderem die Überstundenentwicklung, Fluktuationsmuster nach Abteilungen oder langfristige Personalbedarfsprognosen.
Der Prozess von Workforce-Management-Reportings im Überblick; Bild © GFOS Group
Erfolgsmethoden für die Berichterstellung
Die Praktiken, die die Berichterstellung erfolgreich machen auf einen Blick:
Rollenbasierte Dashboards
Die einzelnen Abteilungen eines Unternehmens benötigen unterschiedliche Daten. Für einen Schichtleiter ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, wer anwesend ist und wer nicht zur Verfügung steht. Für den Personalleiter sind andere Informationen relevant. Zur Planung muss er unter anderem wissen, wie hoch die Krankheitsquoten im Quartalsvergleich sind. Rollenbasierte Dashboards ermöglichen das gemeinsame Arbeiten in einem System, in dem jeder Nutzer nur die Daten sieht, die für ihn bedeutsam sind.
Automatisierung von Aufgaben
Automatisierte Prozesse erleichtern den Arbeitsalltag der HR-Verantwortlichen. Aufgaben können schneller und effizienter ausgeführt werden: Auf diese Weise, können Berichte beispielsweise zyklisch an einem festgelegten Wochentag automatisch an die Verantwortlichen versendet werden. Diese Prozessoptimierung steigert die Produktivität und entlastet die Mitarbeiter.
Datenschutz & Betriebsrat mitdenken
Ein Workforce-Management-Reporting muss DSGVO-konform sein. Granulare Berechtigungskonzepte in denen genau festgelegt wird, wer im Unternehmen welche personenbezogenen Daten einsehen darf, vereinfachen den sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten.
Mehrwert für das gesamte Unternehmen mit passgenauer Software
Ein direkt verfügbares Reporting im Workforce-Management-System - etwa als Bestandteil eines HR-Dashboards - liefert Führungskräften und Management die benötigten Daten für wichtige Personalentscheidungen. Auf diese Weise werden HR und Operations vom administrativen Verwalter zum strategischen Mitgestalter – die Daten bieten die Grundlage dafür.
Auswertungen schaffen Transparenz, wodurch die Kommunikation zwischen den Abteilungen gefördert und die Entscheidungsfindung vereinfacht wird. Somit lässt sich Produktivität steigern, während aktuelle Trends frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden können.
Eine People-Analytics-Software wie GFOS Intelligence unterstützt Reporting-Verantwortliche dabei, die Personal- und Planungsdaten schnell sichtbar zu machen. Core-HR und An- und Abwesenheitsdaten lassen sich mithilfe vorgefertigter Dashboards und KI-gestützter Analysefunktionen zeitsparend auswerten. Die Vorteile sind unter anderem folgende:
- Datenbasierte Entscheidungen
- Schnelle Ergebnisse
- Nahtlose Integration an Ihr GFOS-System
- KI-gestützte Analysen und Assistenz
- Informationssicherheit
- Antworten in Echtzeit
Aktuelle Trends und Entwicklungen zur HR-Auswertungen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass traditionelle, statistische Planungsprozesse nicht mit der heutigen Dynamik Schritt halten können. Stattdessen brauchen Unternehmen eine agile, datenbasierte Planung sowie prädikatives Reporting, um ihre operative Effizienz zu steigern.
Eine Studie der Gallup wirft einen Blick auf die Lage der HR in Deutschland 2026. Laut ihr stehen HR-Abteilungen unter starkem Verdichtungsdruck und müssen Daten, Performance und Umsetzung stärker verzahnen. Dies spricht für eine zentrale Nutzung sämtlicher Daten, die in einem Unternehmen zur Verfügung stehen – etwa mittels Workforce-Analytics-Systeme.
Eine US-Amerikanische Gallup-Studie zeigt außerdem, dass sich die Schicht- und Einsatzplanung messbar auf die Mitarbeiterbindung, das Wohlbefinden sowie die Qualität der Arbeit auswirken. Nur 35% der Befragten gaben an, einen sogenannten „High-Quality Work Schedule“ zu haben. Hier wird deutlich: Ein datenbasierter Einsatzplan, der Wünsche, Verfügbarkeiten und mehr einkalkuliert, kann nachträglich zur Mitarbeiterbindung eines Unternehmens beitragen.
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