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Performance Management: Leistungspotenziale im Unternehmen ausschöpfen

Performance Management hilft Unternehmen dabei, das Potenzial ihrer Mitarbeiter bestmöglich zu nutzen und die eigene Unternehmensleistung nachhaltig zu steigern. Wir erklären, wie jedes Unternehmen vom Leistungsmanagement profitieren kann.

Leistungsbeurteilung findet auch in Teams statt.

Im Berufsleben fallen uns täglich Dinge auf, die noch verbesserungswürdig sind. Also warum machen wir sie nicht einfach besser? Die Gründe dafür sind von Unternehmen zu Unternehmen und bei allen Mitarbeitern unterschiedlich. Während in manchen Unternehmen Optimierungspotenziale bei der Fort- und Weiterbildungsstrategie vorhanden sind, lässt in anderen Betrieben die Motivation der Mitarbeiter zu wünschen übrig. Wiederum andere Organisationen könnten die Wertschätzung ihrem Personal gegenüber steigern.

Performance Management zielt darauf ab, diese Optimierungsmöglichkeiten und Störfaktoren ausfindig zu machen und dadurch interne Prozesse zu verbessern.

Was ist Performance Management?

Performance Management ist ein Kontrollmechanismus zur Steuerung aller Leistungspotenziale innerhalb einer Organisation. Ziel dabei ist es, die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig aufrecht zu halten, die Entwicklung der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen und als Unternehmen nachhaltig zu wachsen. Das geschieht mithilfe kontinuierlicher Leistungsmessung.

Ziele von Performance Management

Performance Management verfolgt das Ziel, Leistung systematisch zu planen, zu steuern und weiterzuentwickeln. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Schaffung transparenter Ziele und einer konstruktiven Feedbackkultur. Die Mitarbeiter sollen genau verstehen, welche Erwartungen an sie gestellt werden und wie ihr Beitrag zum Gesamterfolg des Unternehmens aussieht. Regelmäßiges, wertschätzendes Feedback unterstützt sie dabei, ihre Stärken auszubauen und Entwicklungspotenziale frühzeitig zu erkennen.

Ein weiteres Ziel besteht darin, strategische Unternehmensziele auf die Ebene einzelner Mitarbeiter herunterzubrechen. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Aufgabe und jedes Projekt auf die langfristige Ausrichtung des Unternehmens einzahlt. Die Mitarbeiter erleben so eine klare Verbindung zwischen ihrer individuellen Arbeit und der übergeordneten Unternehmensstrategie, was Motivation und Verantwortungsbewusstsein stärkt.

Darüber hinaus orientiert sich modernes Performance Management zunehmend an datenbasierten Entscheidungen zur Effizienzsteigerung. Durch die Nutzung relevanter Kennzahlen und Analysetools können Führungskräfte fundiert beurteilen, wo Prozesse optimiert, Ressourcen besser eingesetzt und/oder Entwicklungsmaßnahmen gezielt angeboten werden sollten. Dies verbessert nicht nur die Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters, sondern steigert langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens.


Performance Management nach Unternehmensebene

Von den Führungskräften über die Angestellten bis hin zu den Auszubildenden: für den Erfolg eines Unternehmens sind alle Angehörigen verantwortlich. Daher sind auch alle dazu angehalten, die Ziele des Performance Managements zu verfolgen. Dementsprechend entstehen viele Prozesse und Herausforderungen, die es zu identifizieren und zu beurteilen gilt.

Um zu überprüfen, inwiefern vorhandene Ressourcen effizient und zielführend genutzt werden, muss die Leistungsevaluation auf verschiedenen Ebenen vollzogen werden:

  • Mitarbeiter
  • Teams
  • Abteilungen
  • Führungskräfte
  • Gesamtes Unternehmen

Die größte Herausforderung dabei ist der Umfang der zu bewertenden Faktoren. Performance Management umfasst viele Dimensionen und sollte deswegen stets vor dem Hintergrund eines zuvor erarbeiteten Konzeptes vollzogen werden. Diesbezüglich sollte der Fokus in erster Linie auf dem Erreichen der Geschäftsziele und der Zufriedenheit der Mitarbeiter liegen.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei der HR-Abteilung zu: Sie sollte zunächst die Führungskräfte im Performance Management und seinen Zielen schulen. Im Anschluss können die Führungskräfte ihre Kenntnisse in die weiteren Unternehmensebenen weitertragen.

Performance Management in fünf Schritten

Der Prozess des Performance Managements kann nur gelingen, wenn sich Organisationen der verschiedenen Teilaspekte des gesamten Managementprozesses bewusst sind. Dieser umfasst die folgenden fünf Schritte:

Grafische Darstellung des Performance Managements im Unternehmen

Im Performance Management sind spezifische Maßnahmen für die drei Ebenen Unternehmensbereich, Team und Mitarbeiter vorgesehen. © GFOS Group

1. Zielvereinbarungen treffen

Im ersten Schritt gilt es, auf verschiedenen Ebenen eindeutige und realistische Ziele zu formulieren. Diese können sich sowohl auf den Erfolg des Unternehmens als auch auf die Entwicklung einzelner Mitarbeiter oder Abteilungen beziehen. Sie dienen als Orientierung und haben außerdem eine motivierende Wirkung.

Um möglichst gewinnbringend zu sein, müssen die Ziele sowohl zeitlich terminiert als auch konkret und vor allem überprüfbar sein. Methoden wie OKRs (Objectives and Key Results) oder SMART-Ziele (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) helfen dabei, Ziele mit diesen Eigenschaften zu definieren.

Zu Herausforderungen kann es kommen, wenn Mitarbeiter ihre persönlichen Ziele über die Ziele des Unternehmens stellen. Dann ist es besonders wichtig, beide Zielvorstellungen einander gegenüberzustellen und Überschneidungen festzuhalten. Auf Grundlage dessen können Zielsetzungen durch das Performance Management angepasst oder gegebenenfalls überarbeitet werden.

2. Kontinuierlich Feedback geben und Mitarbeitergespräche anbieten

Im zweiten Schritt sollte die erbrachte Leistung auf allen Ebenen beurteilt werden. Dazu zählen sowohl die Mitarbeiter in den jeweiligen Unternehmensbereichen als auch auf der Führungsebene: Das sogenannte 360-Grad-Feedback berücksichtigt verschiedene Perspektiven und liefert einen ganzheitlichen Ansatz zur Beurteilung – insbesondere für Führungskräfte. Auch das Erkennen von Fake Work oder unzureichendem Zeitmanagement kann Optimierungspotenziale aufdecken.

Im Mittelpunkt der Leistungsbeurteilung stehen anschließend die zuvor formulierten Ziele, aus denen sich Bewertungskriterien ableiten lassen. Wichtig dabei ist, dass die Leistungsbeurteilung transparent und für alle Parteien nachvollziehbar ist.

3. Leistungskennzahlen nutzen

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Prozesses ist die Arbeit mit KPIs und anderen quantitativen Leistungsindikatoren. Sie unterstützen Führungskräfte dabei, datenbasiert zu analysieren, wie effektiv Ziele erreicht werden und wo Verbesserungen notwendig sind.

Leistungskennzahlen machen Fortschritte messbar, erleichtern Vergleiche über Zeiträume hinweg und schaffen objektive Entscheidungsgrundlagen – sowohl für Teams als auch für das gesamte Unternehmen.

4. Entwicklungsgespräche führen und Trainings anbieten

Auf Basis der Leistungsbeurteilung werden in Entwicklungsgesprächen individuelle Maßnahmen abgeleitet. Dazu zählen Weiterbildungen, Coachings, Mentoring oder der Ausbau bestimmter Kompetenzen. 

Ziel ist es, die Mitarbeiter gezielt zu fördern, Potenziale zu heben und langfristig ihre Leistungsfähigkeit sowie Zufriedenheit zu steigern. Ein strukturiertes Skill-Development unterstützt gleichzeitig die strategische Weiterentwicklung der Organisation.

5. Anreizsystem einrichten

Um Mitarbeiter langfristig zu motivieren, müssen Anreize geschaffen werden. Diese können materieller oder aber auch immaterieller Natur sein. Der New-Pay-Ansatz geht über das Konzept der Entlohnung mit möglichst großen Summen hinaus und schaffen so Anreize in Form von Zeit oder Sachgütern. Auch entgegengebrachte Wertschätzung kann sich positiv auf die Arbeitseinstellung der Mitarbeiter auswirken.

Eine gelebte Feedbackkultur erhöht die Mitarbeiterbindung – das zeigt die Studie „Feedback-Kultur in Unternehmen“ von Haufe. Demnach ist bei regelmäßigem Feedback ein Rückgang der Fluktuationsrate von bis zu 59 Prozent zu verzeichnen. Außerdem erhöht sich die individuelle Leistung um 39 Prozent. Natürlich können auch klassische Bonussysteme oder leistungsbezogene Vergütungsmodelle Anreize im Rahmen von Performance Management darstellen.

Die Rolle von Workforce Analytics für Performance Management

Workforce Analytics spielt eine zentrale Rolle für ein effektives Performance Management, da sie datenbasierte Entscheidungen ermöglicht und Prozesse transparenter gestaltet. Mithilfe einer Workforce-Management-Software können alle relevanten HR- und Unternehmensprozesse digital erfasst und abgebildet werden (unter anderem über ein HR-Dashboard). Dazu gehört beispielsweise eine Personaleinsatzplanung mit integriertem Qualifikationsmanagement, die dabei unterstützt, die individuellen Leistungspotenziale der Mitarbeiter optimal zu nutzen.

Besonders wertvoll sind Echtzeitdaten, die eine präzise Leistungsbeurteilung ermöglichen und unmittelbare Rückschlüsse auf die Zielerreichung zulassen. Darüber hinaus helfen Workforce Analytics, Trends frühzeitig zu erkennen, etwa Überlastung einzelner Teams oder Veränderungen in der Produktivität. Auf Basis dieser Daten können Führungskräfte gezielt Maßnahmen ableiten, Ressourcen effizient einsetzen und die Unternehmensziele effektiv ausrichten – gegebenenfalls auch die Führungsmethoden, um diese Ziele besser erreichen zu können.

Performance Management: Best Practices

Zeitgemäßes Leistungsmanagement geht über den Gedanken hinaus, Leistungspotenziale ausschließlich vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unternehmensziele zu betrachten. Vielmehr spielt auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und die eigene Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle. Im Kontext von New Work geht es auch darum, die eigenen Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.

Das gelingt zum Beispiel, indem eine Kultur des Vertrauens und der Transparenz gefördert wird und in regelmäßigen Reviews zum einen Wertschätzung vermittelt, zum anderen Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden. 

In den Reviews sollen Ziele und Fortschritte reflektiert und Entwicklungschancen früh sichtbar gemacht werden. Damit diese Prozesse wirksam sind, sollten Führungskräfte geschult werden – insbesondere im Umgang mit Feedback, Kommunikation und datenbasierten Entscheidungen.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Feedbackdaten ist ebenfalls essenziell: Sie sollen transparent und datenschutzkonform genutzt werden, um Entwicklung zu fördern, statt Kontrolle auszuüben. Ein strukturiertes Mitarbeiterhandbuch kann dabei helfen, Werte und Prozesse klar zu verankern und eine moderne, unterstützende Arbeitskultur zu schaffen.

Performance Management: Fazit

Performance Management ist ein zentrales Instrument, um die Potenziale der Mitarbeiter gezielt zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu sichern. Durch klare Zielvereinbarungen, kontinuierliches Feedback und – parallel zur Nutzung der HR-Kennzahlen – den Einsatz von Leistungskennzahlen wird Leistung messbar und Entwicklungsbedarf früh erkennbar.

Workforce Analytics unterstützt diesen Prozess, indem sie Echtzeitdaten liefert und Trends wie Überlastung oder Produktivitätsveränderungen aufzeigt. Best Practices wie eine vertrauensvolle Unternehmenskultur, geschulte Führungskräfte und ein verantwortungsvoller Umgang mit Feedbackdaten tragen zusätzlich zur Effektivität bei. Insgesamt ermöglicht Performance Management eine nachhaltige Steigerung von Mitarbeiterleistung, Motivation und Unternehmenserfolg.

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